Freitag, 30 Dezember 2016 17:30

Zika: Intradermaler Impfstoff schützt Mäuse und Makaken

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Philadelphia – Ein neuartiger Impfstoff aus der modifizierten Version einer Messenger-RNA hat Mäuse und Makaken bereits nach einer einmaligen intradermalen Impfung vor Infektionen mit dem Zikavirus geschützt. Die Forscher der in Nature (2017; doi: 10.1038/nature21428) veröffentlichten Studie hoffen jetzt auf baldige klinische Prüfungen.

Das Zikavirus, das intrauterin eine schwere Mikrozephalie und bei Erwachsenen ein Guillain-Barré-Syndrom auslösen kann, ist in den letzten Wochen aus den Medien verschwunden. Dies könnte sich jedoch im nächsten Sommer ändern, falls sich das Virus in wärmeren Regionen der Nordhalbkugel ausbreiten sollte, wo die Bevölkerung derzeit keine Immunität hat.

 

Sie könnten diese Immunität durch Impfstoffe erhalten, an deren Entwicklung weltweit rund ein Dutzend Teams arbeiten. Im letzten Jahr wurden bereits erste Kandidaten vorgestellt, die auf inaktivierten Viren (der klassischen Methode) beruhen oder Adeno­viren mit Genen bestücken. Bei dieser modernen Variante produzierte der Körper den Impfstoff selber: Die Adenoviren infizieren Zellen und laden dort den Bauplan für ein Virusprotein ab.

Die infizierten menschlichen Zellen produzieren das Virusprotein, das auf der Ober­fläche dieser Zellen erscheint und eine Immunabwehr auslöst. Diese Methode hat sich als effektiv erwiesen. Sie funktioniert aber nur so lange, wie das Immunsystem keine Antikörper gegen die Adenoviren produziert. Dann werden die Adenoviren angegriffen, bevor sie die Information zur Produktion der Virusproteine an die Zellen abgeben können.

Der Nachteil einer Immunabwehr gegen den Vektor ließe sich vermeiden, wenn die Virus-Gene direkt in den Körper injiziert würden, beispielsweise in Form einer Messenger-RNA. Eine native Messenger-RNA kann hierzu allerdings nicht verwendet werden, weil sie sofort von Enzymen abgebaut würde. Das Problem lässt sich durch eine Modifizierung des RNA-Moleküls und die Verpackung in Lipid-Nanopartikel vermeiden. 

Ein derartiger Impfstoff, der in Zusammenarbeit mit der Firma BioNTech aus Mainz entwickelt wurde, hat jetzt erste tierexperimentelle Tests bestanden. Ein Team um Drew Weissman von der Perelman School of Medicine impfte zunächst 19 Mäuse intradermal mit der Vakzine „ZIKV prM-E mRNA-LNP“ und 14 Mäuse mit Placebo. Zwei Wochen später wurden die Tiere mit dem Zikavirus infiziert. Bei fast allen Kontrollmäusen kam es zu einer Virusvermehrung, während bei keiner immunisierten Maus Viren im Blut nachweisbar waren. 

Read 346 times Last modified on Freitag, 03 Februar 2017 19:26
Dr. Mariyet Zahedi Nik

I completed studies in two universities with two different majors at the same time(commercial management and software engineering). Then turned to my great love, medicine, by studying social working and nursing in Iran. After that I  immigrated to Austria and studied medical Informatics and Pharmacy in German in Vienna University .In 2011 and 2012 I was awarded as an Outstanding Student from” The students living abroad.” Due to some problems I had to stay and live in Iran for some years.  Having been here in Tehran only 3years, I am now finishing my education in Pharmacy in Shahidbeheshti University.

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